Zu Worten, Pausen und dem, was sich dem Sagen entzieht
Mediation lebt von Sprache – und zugleich von dem,
was sich dem Sprechen entzieht.
Worte strukturieren Wirklichkeit, eröffnen Bedeutungsräume
und begrenzen zugleich, was gehört werden kann.
Pausen, Unterbrechungen und Schweigen sind deshalb
keine Leerstellen, sondern eigenständige Formen mediativ wirksamer Kommunikation.
In diesem Werkraum versammeln sich Texte, die Sprache nicht als Werkzeug verstehen,
sondern als Resonanzgeschehen.
Sie richten den Blick auf das Gesagte und das Ungesagte,
auf Metaphern, Brüche und die leisen Verschiebungen,
in denen sich Verständigung vorbereitet – oder verweigert.
Die Ordnung der Texte folgt keiner Kommunikationslogik.
Sie bewegt sich vom gesprochenen Wort
hin zu jenen Momenten, in denen Schweigen trägt.
- Warum Mediation beim Zuhören beginnt
(Mediation & Wandel)
→ Hören vor Sprechen, rezeptive Haltung - Wenn wir sagen: „Das war Dialog.“
(Mediation & Wandel)
→ Sprachzuschreibungen, Grenzlinien des Dialogischen - Zwischen Denken und Wahrnehmen
(Mediation & Wandel)
→ Wahrnehmung vor Begriff, Sprache als sekundär - Das bessere Wort für ich ist wir
(Haltung × Horizont)
→ Sprache als relationale Setzung
(hier klar sprachlich gelesen, nicht identitär) - Der Satz, der stehen blieb
(Szenen der Mediation)
→ Unterbrechung, Nachhall, sprachliche Schwelle - Zu früh gehört
(Szenen der Mediation)
→ Missverständnis durch vorschnelle Bedeutungsgebung - Gesprächskunst in der Mediation
(Haltung × Horizont)
→ Sprache als kulturelle Praxis, nicht Technik - Der Moment davor
(Denkraum Mediation)
→ Noch-nicht-Sprechen, Zurückhaltung
(bewusst drittes Feld – anderer Fokus) - Mediation schafft keinen Sinn
(Mediation & Wandel)
→ Verzicht auf Deutungshoheit, sprachliche Offenheit - Ich war nicht Teil des Duetts – aber Teil des Raums
(Mediation & Wandel)
→ Zuhören, Drittheit, Resonanz jenseits des Wortes