Zur nicht-neutralen Dimension der Mediation

Mediation ist nicht neutral.
Sie bewegt sich in Ordnungen, in asymmetrischen Verhältnissen
und unter Bedingungen, die nicht von allen gleichermaßen beeinflusst werden können.

In diesem Werkraum versammeln sich Texte,
die Mediation als verantwortungsvolle Praxis im Spannungsfeld von Macht,
Entscheidung und Ordnung begreifen.
Macht erscheint hier nicht nur als offene Dominanz,
sondern auch als strukturelle Gegebenheit, als implizite Rahmung,
als Zumutung an die Rolle der Mediator:in.

Die Texte fragen nicht nach moralischer Rechtfertigung,
sondern nach Verantwortung im Vollzug:
Wer ordnet?
Wer entscheidet?
Und wer trägt die Folgen?