Zur nicht-neutralen Dimension der Mediation
Mediation ist nicht neutral.
Sie bewegt sich in Ordnungen, in asymmetrischen Verhältnissen
und unter Bedingungen, die nicht von allen gleichermaßen beeinflusst werden können.
In diesem Werkraum versammeln sich Texte,
die Mediation als verantwortungsvolle Praxis im Spannungsfeld von Macht,
Entscheidung und Ordnung begreifen.
Macht erscheint hier nicht nur als offene Dominanz,
sondern auch als strukturelle Gegebenheit, als implizite Rahmung,
als Zumutung an die Rolle der Mediator:in.
Die Texte fragen nicht nach moralischer Rechtfertigung,
sondern nach Verantwortung im Vollzug:
Wer ordnet?
Wer entscheidet?
Und wer trägt die Folgen?
- Erst strukturelle Gegenmacht ermöglicht echten Dialog
(Governance & Beziehung)
→ Machtasymmetrie als Voraussetzung dialogischer Möglichkeit - Führung ohne Gegenmacht
(Denkraum Mediation)
→ Verantwortung, Führung und mediative Begrenzung - Recht im Mediationsraum – Verfahrensführung unter Spannung
(Denkraum Mediation)
→ Macht des Rechts, Rolle der Anwält:innen, strukturelle Rahmung - Prozessparteilichkeit
(Profession & Praxis)
→ Leise Machtausübung im Vorfeld von Prozessen - Wenn Klarheit zur Zumutung wird
(Governance & Beziehung)
→ Entscheidung, Überforderung, Verantwortung - Warum wir Konflikte nicht lösen, sondern austragen müssen
(Profession & Praxis)
→ Machtverschiebung durch Austragung statt Lösung - Hypothesen – präzise Vermutungen oder leise Gefährdungen?
(Profession & Praxis)
→ Deutungsmacht, Vorsicht, professionelle Verantwortung - Orientierung im Ungefähren
(Governance & Beziehung)
→ Verantwortung ohne sichere Ordnung - Vom Sinn des Global Goal in der Governance
(Governance & Beziehung)
→ normative Setzungen, Zielmacht, Orientierung