Zu Übergängen, Verzögerungen und der Eigenzeit der Mediation
Mediation vollzieht sich in Zeit –
aber nicht in der Zeit des Kalenders.
Prozesse haben ihre eigene Dauer.
Sie lassen sich nicht beschleunigen, ohne an Tiefe zu verlieren,
und nicht festhalten, ohne zu erstarren.
In diesem Werkraum versammeln sich Texte,
die Mediation als zeitliches Geschehen begreifen:
als Abfolge von Übergängen, als Zumutung des Wartens,
als Verantwortung für das rechte Maß zwischen Drängen und Verweilen.
Die Ordnung der Texte folgt keiner Phasenlogik.
Sie bildet eine Denkbewegung ab –
vom Ankommen über das Tragen des Prozesses
bis zu jenen Momenten, in denen Entscheidung Zeit bindet.
- Zwischen Ankommen und Verantwortung
(Mediation & Wandel)
→ Prozessbeginn als zeitliche Schwelle - Die späte Ordnung
(Mediation & Wandel)
→ Ordnung als Ergebnis, nicht als Voraussetzung - Zwischen Chronos und Kairos
(Governance & Beziehung)
→ Eigenzeit des Prozesses, günstiger Moment - Der Moment davor
(Denkraum Mediation)
→ Verzögerung, Nicht-zu-früh-Handeln - Vom Konfliktsystem zum Mediationssystem
(Mediation & Wandel)
→ Wann beginnt ein Prozess wirklich? - Zwischen Denken und Wahrnehmen
(Mediation & Wandel)
→ Zeitverzögerung zwischen Wahrnehmung und Begriff - Ordnung im Sehen
(Mediation & Wandel)
→ zeitliche Reifung von Verstehen - Hypothesen in der Mediation
(Denkraum Mediation)
→ Annahmen, Vermutungen, Abklären - Orientierung im Ungefähren
(Governance & Beziehung)
→ Prozessverantwortung ohne klare Zeitmarker