Zur stillen Architektur der Mediation
Mediation geschieht nicht im luftleeren Raum.
Sie vollzieht sich zwischen Körpern, Blicken, Abständen, Türen, Tischen –
und in der Art, wie ein Raum Ordnung anbietet oder verweigert.
In diesem Werkraum versammeln sich Texte, die Mediation als räumliches Geschehen begreifen.
Raum erscheint hier nicht als neutrale Umgebung, sondern als Mitspieler:
Er strukturiert Aufmerksamkeit, markiert Grenzen, eröffnet Übergänge –
und trägt Verantwortung mit.
Die Texte sind nicht chronologisch angeordnet.
Ihre Ordnung folgt einer Denkbewegung:
vom konkreten Ort zur impliziten Architektur mediativ getragener Prozesse.
- Der Platz am Rand
(Szenen der Mediation)
→ Körperliche Position, Randständigkeit, Drittheit - Der Raum spricht mit
(Governance & Beziehung)
→ Raum als strukturierender Akteur in Verantwortungssystemen - Mediation als schöpferischer Raum für Wirklichkeit
(Reflektorium – Kunst & Kultur)
→ Raum als Möglichkeitsbedingung, nicht als Container - Der Moment davor
(Denkraum Mediation)
→ Schwelle, Vor-Raum, das Noch-nicht-Sprechen - Zwischen Ankommen und Verantwortung
(Mediation & Wandel)
→ Übergangsraum, Prozessbeginn, Verantwortungszumutung - Ordnung im Sehen
(Mediation & Wandel)
→ Wahrnehmungsraum, Blickordnung, implizite Struktur - Das Dritte in der Mediation
(Reflektorium – Kunst & Kultur)
→ Raum als Ort des Dritten - Der unsichtbare Dritte
(Profession & Praxis)
→ strukturelle Präsenz jenseits von Personen - Zwischen Chronos und Kairos
(Governance & Beziehung)
→ Zeit im Raum, nicht neben ihm